Formen der Bestattung

Den richtigen Gedenkort finden

Grabstein mit Grabkerze

Formen der Bestattung gibt es viele

Bild: Pixelio / Anne

Soll mein Angehöriger in einem Erd- oder in einem Urnengrab bestattet werden? Solchen Fragen stellt sich kein Mensch gern. Und doch müssen sie im Todesfall innerhalb weniger Tage beantwortet werden.

Vom klassischen Grab mit Grabstein oder Kreuz über die Bestattung in einem Friedwald bis hin zur Seebestattung auf offenem Meer – längst schon sind die Erd- und Feuerbestattung nicht mehr die einzigen Alternativen, zwischen denen Angehörige wählen können. Viele Gefühle, aber auch der ganz persönliche Glaube spielen bei der Entscheidung für eine Bestattungsform mit. Wie gut, wenn das Thema schon zu Lebzeiten besprochen wurde.

Ein Richtig oder Falsch gibt es hier nicht. Dennoch empfiehlt es sich, sich die Zeit zu nehmen, sich gut zu informieren, und gemeinsam zu beraten, welche Bestattungsform dem Wesen des Verstorbenen und den Bedürfnissen der Angehörigen am meisten entspricht.

Bei aller Vielfalt der Möglichkeiten gibt es in Bayern doch auch klare rechtliche Regelungen, die im Bayerischen Bestattungsgesetz zusammengefasst sind. Dieses umfasst die Pflicht zur Bestattung, die Beisetzung in Sarg oder Urne sowie die Regelung für Friedhöfe. Eine Beisetzung außerhalb von Friedhöfen ist nach diesem Gesetz nur mit Genehmigung möglich.

Ohne Kreuz und Grabstein?

Immer mehr Menschen wünschen sich heute, anonym, also ohne Namensnennung, beerdigt zu werden. Viele Friedhöfe haben dafür eigene Rasenflächen vorgesehen. Auch wenn die Betroffenen aus ihrer Sicht gute Gründe dafür haben, so ist diese Entwicklung aus christlicher Sicht kritisch zu betrachten. Als Christen bekennen wir, dass Gott uns in der Taufe bei unserem Namen gerufen und jedem seine eigene Würde gegeben hat – eine Würde, die auch mit dem Tod nicht aufhört.

 Deshalb sollte eine kirchliche Bestattung immer mit der Nennung des Namens des Toten verbunden sein. In ihrem Bemühen, Angehörige zu entlasten, übersehen manche Manschen auch, wie wichtig es für viele Hinterbliebene ist, einen konkreten Ort für ihre Trauer zu haben, an dem sie allein oder gemeinsam der Toten gedenken können.


06.05.2014 / Anne Lüters
drucken